(Einträge in loser Folge, die neuesten Beiträge stehen oben)
Dezember
Alle schimpfen über den Winterdienst - zu unrecht, wie ich finde. Die schuften sich ab bei dem Sauwetter und tun ihr Bestes. Die Leute können auch nichts dafür, dass ihnen Geld, Leute, Streugut und Maschinen fehlen. Es sind die Länder und Kommunen, die für solche Fälle nicht ausreichend vorsorgen und an den falschen Stellen sparen. Da wird im Vorfeld nicht genug Streugut eingelagert (kostet ja Geld und vlt. braucht man nicht so viel; außerdem macht Salz Straßen kaputt - also lieber kein Salz streuen), man hat nicht genug Räumfahrzeuge (warum die teuren Dinger das ganze Jahr rumstehen lassen und an Leuten fehlt es sowieso. Arbeitskräfte wollen ja bezahlt werden und für diese wirklich anstrengende Arbeit mehr als nur fünf Euro die Stunde. Habe ich Verständnis für, ich würde auch nicht für 40 Eur den ganzen Tag in der Kälte Schnee schaufeln. Wer rummeckern will, wendet sich also am besten an das Ordnungsamt der Stadt. Die sind dafür verantwortlich und zuständig, den Missständen abzuhelfen.
Toll finde ich Leute, die, kaum dass der Winterdienst die Straße freigeräumt hat, ihren Grundstücks- und Fußwegschnee wieder fleißig auf die Straße schaufeln. Müssen Leute sein, die im Winter nie Auto fahren. Oder einfach egoistisch.
März - Endlich Frühling?
Dem Erwachen der Natur sehe ich jedes Jahr mit gemischten Gefühlen entgegen. Neben dem Gezwitscher der Vögel, den ersten Blüten und anschwellenden Knospen erwachen auch die ersten Rasenmäher, Kreissägen, Schlagbohrer, Häcksler, …
Die, wie ich sie nenne „Lärm-Erlaubnis-Verordnung“ genehmigt den Krach ja von Montag bis Samstag, von früh bis spät. Und sobald die Temperaturen im Frühjahr sich in Richtung 0°C bewegen, die Schneedecke größere Lücken aufweist, erwachen die Diesel- und Elektro-Motoren aus ihrem Winterschlaf. Es gibt ja sooo viel zu tun in Haus und Garten! Kaum ist der Nachbar zur Linken fertig mit dem Häckseln seines Strauchschnittes beginnt der Nachbar zur Rechten mit dem Schneiden und Verlegen seiner neuen Terrassenplatten.
Manchmal habe ich den Eindruck, die einzige hier zu sein, die das stört. Überall wird mit Freude und Elan an die Arbeit gegangen, während ich mich in das stillste Kämmerlein meines Hauses verkriechen und mir die Ohren zuhalten möchte. Vielleicht bin ich einfach zu empfindlich. Als notorischer Migräniker habe ich halt oft Kopfschmerzen, bevorzugt am Wochenende. Da stört sowieso jedes noch so kleine Geräusch. Aber wenn ich mal keine Kopfschmerzen habe und mich dann einfach mal in den Garten setzen und diesen genießen will, das kann ich dann nur nachts oder sonntags machen. Nachts schlafe ich aber. Und die Sonntage, wo ich mal keine Kopfschmerzen habe, trotzdem schönes Wetter ist und ich außerdem noch genügend Zeit übrig habe, sind leider extrem selten.
Manchmal beneide ich meinen Mann um seine beginnende Schwerhörigkeit …
September - Frittenbesuch:
Kurzzeitig war ich Frettchen-Pflegemutti. Meine Cousine aus DD war ein paar Tage nicht da und ich hatte mich angeboten, das Sitting zu übernehmen. Das kleine Frittenmädel brachte sie mit verletztem Beinchen mit und so sind wir erst noch zum Tierarzt gefahren. Das kleine, süße Albino-Mädel musste leider im Kennel bleiben, da sie vorerst nicht rumlaufen durfte. Aber das mit dem Beinchen wird sicher wieder und bald tollt sie munter herum. Lt. TA kann man da im Moment nicht viel machen.
Auf jeden Fall durfte das gesunde Frettchen im ganzen Haus herumtoben. Durch Klein-Felix ist ohnehin alles abgeräumt, was gefährlich werden oder runterfallen könnte, Zimmerpflanzen sind im Garten, Fenster alle gesichert. Der kleine Kater und das kleine Frettchen haben sich sehr schnell angefreundet und miteinander Fangen, Verstecken gespielt und herumgebalgt. Sie sind beide fast gleich alt, Anfang/Mitte Mai geboren. Die hatten riesigen Spaß miteinander.
Geschirr und Leine hatten wir auch mitbekommen, so konnte der kleine Frettchen-Racker dann mal in den Garten. Mit großer Begeisterung wurde alles umgegraben.
Aber ich muss sagen, die Frettchen stinken schon ganz schön vor sich hin, so niedlich die sind. Aber verspielt sind sie und kuscheln auch gerne. Also außer dass meine drei Männer sich pausenlos über den Geruch beschwert haben, hat das Ganze prima geklappt.
August - Geburtstag Tja, nun bin ich vierzig. Und ich fühle mich prima! Besser, als mit zwanzig, würde ich mal sagen. Auch wenn es inzwischen schon mal im Gelenk knackt und der Rücken rebelliert nach dem Unkrautzupfen. Auch das eine oder andere graue Haar stellt sich ein, aber wozu gibt es denn so schöne Haarfarben zu kaufen. Und vierzig ist alles andere als alt! Im Gegenteil: die Kinder sind groß und gehen so langsam ihre eigenen Wege, der Mann hat seine Hobbies und ich zunehmend mehr Zeit für mich. Zeit, um all die Dinge anzufangen, die ich schon immer mal machen wollte. Mich im Garten mit Pflanzen und Tieren beschäftigen, interessante Bücher lesen, fotografieren, kreativ sein und so weiter. Schön auch, dass so viele liebe Menschen gekommen sind, um mit mir zu feiern und alles Gute zu wünschen. Gar nicht zu reden von der Menge wunderschöner Geschenke. Danke!
29.Juni - Es war Liebe auf den ersten Blick - beiderseits. Ich sah Dich im Tierheim und Du sagtest: Nimm mich mit! Du bist mir um die Beine gestrichen, hast mir die Arme zerkratzt und die Finger zerkaut. Und dann bist Du in meinen Armen eingeschlafen. Den und keinen anderen! habe ich gesagt und Dich mitgenommen.
Mit Deinem Kumpel Max hast Du dich auf Anhieb verstanden. Egal, dass er nicht gleich Fangen mit Dir spielen wollte. Auf Deinen ersten Ausflügen in den Garten hat er Dich immer im Auge behalten und sogar Mäuse und Ratten für Dich gefangen.
Was hast Du gesehen auf der anderen Seite der Straße? Es war Dir wichtiger als die Vorsicht. Und das Auto war viel zu schnell. Welch ein Schock, Dich dort so reglos liegen zu sehen in all dem Blut.
Wir haben Dich geliebt und Du hast uns geliebt. Auch wenn es nur ein paar Wiochen waren, es waren wunderschöne, von Liebe erfüllte Wochen gewesen. Du hast bleibende Spuren hinterlassen - nicht nur an Gardinen und Möbeln, auch und besonders in unseren Herzen. Wir werden Dich immer lieben, egal wo Du jetzt bist. Wir werden Dich immer in Erinnerung behalten - als unser kleiner Sonnenschein.
März/April - Schatz gefunden
Wir waren kürzlich, wie jedes Jahr, bei Oma, Geburtstag feiern. Dabei erwähnte sie (wieder mal) die Dringlichkeit, auf dem Dachboden Ordnung zu schaffen und die alten Wandschränke auszuräumen. Jeder der seit etlichen Jahren nicht mehr zu Hause wohnenden Kinder sollte doch bitte seinen persönlichen Kram entweder mitnehmen oder zum Entsorgen nach draußen bringen. Neugierig wie ich bin habe ich GG auf den (ziemlich staubigen) Dachboden begleitet und ein paar an die 100 Jahre alte Schätzchen gefunden und natürlich mitnehmen dürfen: A) Bevor die Wände mit Tapeten beklebt wurden, hat man sie mit wunderschönen Malereien verziert. Da waren etliche handgemalte Musterblätter. B) Auch ein paar Mal- und Zeichenbücher waren da. Irgendwo sind noch mehr, aber dafür hat dann die Zeit nicht gereicht. C) Sowie jeden Menge "Vorlagen", aus verschiedenen Maler-Zeitungen gesammelt, ein großer Teil ist die "Kunstbeilage" einer Gärtner-Zeitung. Alles aus der Zeit zwischen 1901-1918. Jede Menge Vorlagen also, zum Teil schon "gerastert" zum direkten Nachmalen. Der Vater unserer Oma war Malermeister, außerdem hat er wunderschöne Ölbilder gemalt. Irgendwo sind wohl auch noch Pinsel, Pigmente, Paletten und einen Berg an Schablonen für die Wandmalerei. Habe ich mir zum Teil schon mal gesichert und darf beim nächsten Besuch im Herbst "weitergraben" Wieder zu Hause habe ich inzwischen alles gesichtet, sortiert, von Staub, Sand (?) und mumifizierten Insekten befreit. Die Bücher sind hoch interessant und vergnüglich zu lesen. Die Werbeanzeigen darin sind gut und witzig gemacht.
Januar - Ich male wieder! Hat mich ganz plötzlich befallen, das Farbenfieber. Und das nach ca. zehn Jahren Abstinenz.
Auslöser war ein Beitrag in einem Gartenforum, wo jemand die Kinderzimmerwände mit tollen Malereien geschmückt hat. Daraufhin habe ich meine alten Kinderzimmer-Wandmalerei-Fotos hergekramt und ebenfalls großes Lob erhalten. :D
Außerdem Hinweise auf ein tolles Hobbymaler-Forum und weil ich neugierig (und forumsgeil) bin, musste ich natürlich gleich mal dort vorbeischauen. Dort hat er mich dann wohl erwischt, der Farbenfieber-Virus. Ruckzuck hatte ich mich angesteckt.
Meine ganzen Farben, Pinsel und Papiere waren noch da, das meiste brauchbar. Dann habe ich im Kiosk eine Aquarellmal-Zeitschrift entdeckt und mitgenommen. Reine Geldverschwendung!!! Um die Bilder dort drin nachzuarbeiten, muss man schon ein halber Profi sein! Obwohl die Zeitschrift gleich am Anfang verspricht: Ist kinderleicht, kann jeder! Haha! Oder es liegt an mir und ich bin einfach zu blöd dafür. Kann natürlich auch sein.
Nach ein paar peinlichen, nicht vorzeigbaren Versuchen habe ich das „Wassermalen“ erst mal beiseite gelegt und auch die Pastellkreiden ganz schnell wieder weggepackt. Mit denen konnte ich ohnehin nie so richtig was anfangen. Mit Ölfarben komme ich dagegen bedeutend besser zurecht, allerdings braucht das ewig zum trocknen und die Pinsel müssen mit Stinke-Verdünnung ausgewaschen werden.
Dann habe ich Acrylfarben entdeckt: wasserverdünnbar, schnell trocknend, nicht stinkend. Wunderbares Arbeiten damit und als Malpapier habe ich noch einige Blätter auf dem Ölmalblock. Jede Pappe, Platte oder Leinwand ist ebenfalls gut geeignet.
Zuerst habe ich in meinem neu entdeckten Forum an einem Stepp zum Malen einer Rosenblüte teilgenommen. Die Rose ist fast fertig, nicht perfekt aber ganz gut und vorzeigbar geworden. Im Moment arbeite ich an einem Gemeinschaftsprojekt „Stiefmütterchen“. Jeder malt bis Ostern ein Bild mit einem solchen. Wird auch ganz gut bisher.
Das ganze macht riesigen Spaß, wirkt aufheiternd und ablenkend auf mich. Da werde ich auf jeden Fall dran bleiben und weiter machen. Weil, Malen lernt man nur durch Malen.
Ab und an eine Seife wird natürlich trotzdem gesiedet, im Garten gewerkelt, Stapel von Büchern warten darauf gelesen zu werden und Näh-Projekte habe ich auch ein paar im Kopf. Also, Langeweile kommt die nächsten hundert Jahre sicher nicht auf mich zu :D
April - eine gelungene Überraschung Keine neue Geschichte, schon eine Weile her. Trotzdem schön, daher will ich sie erzählen: Mein Bruder mit Frau hat damals noch im Haus unserer Eltern gewohnt. EFH mit großem Grundstück und so kam bei meiner Schwägerin der Wunsch nach einem Hündchen auf. Huskies wären ja toll, ganz lieb und verschmust usw. Wie zu erwarten waren unsere Eltern strikt dagagen: "Wer soll sich denn kümmern, wenn ihr in Urlaub oder auf Arbeit seid? Wir nicht." Und: "Das ist schließlich unser Haus." Nun hatte ich als liebe Schwester und Schwägerin bereits versprochen, sozusagen als Einzugsgeschenk einen kleinen Huskie zu besorgen. Jetzt kamen alle angerannt. Bruder mit Frau: "Das müssen wir lassen mit dem Hund, das gibt sonst nur Ärger." Eltern: "Komme bloss nicht mit einem Hund an, das gibt sonst Ärger." Ich habe erst einmal weder Ja noch Nein gesagt und alle zappeln lassen ;-)
Dann habe ich einen gekauft, einen Welpen. Wir sind zur Feier gefahren, den Hund in einem riesigen Karton auf der Rückbank. Beim Aussteigen ganz leise gemacht, allen "Pssst!" gesagt, "Der kleine ist gerade eingeschlafen." Mein Mann hat den schweren Karton vorsichtig ins Wohnzimmer getragen. Bruder und Frau ganz verzweifelt und doch aufgeregt: "Die wird doch nicht wirklich einen kleinen Hund mitgebracht haben?" Vater beleidigt irgendwo verschwunden, Mutter ständig dazwischen herumgewuselt um im Notfall die Wogen zu glätten :-)
Dann schaut die Schwägerin leise und vorsichtig und aufs Äußerste gespannt in den Karton, quietscht überrascht und erfreut auf! Gleich schauen auch Bruder und Mutter. Gemeinsamer Ausruf: "Der ist ja süß"" und "Der ist ja aus Plüsch!". Mutter ist gleich Vater suchen gegangen, dass er sich nicht weiter aufregen muss. Alle haben sich riesig gefreut und der kleine Huskie-Welpe hat noch heute seinen festen Platz im Wohnzimmer auf dem Sofa.
Januar Muffins backen + kleine Nichte = Riesensauerei in der Küche. Aber sie wollte doch sooo gerne mithelfen und Hilfe lehne ich grundsätzlich nicht ab. Zuerst kam das Mehl, die Hälfte ind die Schüssel, der Rest ungleichmäßig auf Tisch, Fußboden und Pullover verteilt. Mit dem Zucker das gleiche, Buttermilch, Öl usw. habe ich dann selber gemacht. "Eier aufschlagen kann ich schon!" ruft sie ganz begeistert und verteilt das erste Ei auf ihrem Pullover, von welchem es dann in das Mehl auf dem Fußboden tropft. Das zweite Ei landet dann in der Schüssel, zusammen mit etlichen Schalenbröseln. Nun pule ich die Schale aus dem Ei und mache erst einmal Nichte und Küche notdürftig sauber. Den Teig rühre ich auch alleine um, sie ist ja noch mit dem Ei auf ihrem Pullover beschäftigt. Nun kommt der Teig in die Förmchen - drei bleiben leer, irgenwie ist es heute viel weniger Teig als sonst - die Nichte darf mit Schokolinsen garnieren. Immer schön eines aufs Muffin, eines in den Mund, die Tüte muss ja leer werden! Ich war froh, als wir das Blech endlich im Ofen und die Küche samt Nichte wieder sauber hatten. Später zum Kaffee waren die Muffins viel schneller aufgegessen als wir zum Teigrühren gebraucht haben. Sie haben übrigens gaaanz lecker geschmeckt ...
Dezember Meine Kinder sind so langsam aus dem Alter raus, wo sie Wunschzettel an den Weihnachtsmann schreiben. Sie glauben ja auch schon lange nicht mehr, dass der Weihnachtsmann die Geschenke bringt. Dieses Jahr gab es die Wunschzettel per Mail an die Eltern, mit Fotos der Wunschobjekte, Preisangabe und direktem Link zur Bestellseite des jeweiligen Anbieters. Wie praktisch! Die Jungs wissen eben, dass die Eltern keine Zeit zu ausgedehnten Weihnachtseinkäufen finden. Ich habe mir auch gleich was ausgesucht und bestellt. Anlieferung zur Arbeitsstelle, damit sie nicht vorher sehen, was sie bekommen. Schön, dass ich so rücksichtsvolle und praktisch denkende Kinder habe :-))
Oktober Zu Besuch in Bad Langensalza/Thüringen. Eine wirklich wunderschöne Stadt. An einem verlängerten Wochen zu Besuch bei lieben Verwandten haben wir uns die wunderschöne und gut erhaltene Altstadt angesehen. Da kann man wunderbar schlendern und jede Menge hübsch hergerichtete Fachwerkhäuser bestaunen. Geschäfte laden zum Geldausgeben ein und originelle Gaststuben zur Einkehr. Wir waren in der "Tollen Knolle" und haben den diesjährigen Federweißer gekostet. Am Folgetag haben wir den wunderschönen Rosengarten besucht. Obschon Anfang Oktober blühen die Rosen immer noch (oder schon wieder) in einer reichlichen Blütenfülle. Ein Augenschmaus und an allen Ecken weht einem ein feiner Rosenduft in die Nase. Auch unbedingt sehenswert ist der Japanische Garten, sehr liebevoll gestaltet. Man fühlt sich in eine andere Welt versetzt und kann auch an einer richtigen Tee-Zeremonie teilnehmen. Nicht zu vergessen: die Solequelle. Bad Langensalza hat ein wunderschönes Thermalbad. Gleich in der Nähe gibt es auch den Baumkronenpfad, den haben wir uns für den nächsten Besuch aufgehoben und der wird auf jeden Fall nächstes Jahr stattfinden, in Verbindung mit der BUGA in Gera/Ronneburg und der EGA in Erfurt. Da freue ich mich jetzt schon darauf!
September Meine "zweite Heimat": das Forum von www.Beautykosmos.de. Allein damit könnte man Stunden verbringen, wenn man nicht dauern mit irgendwelchen Sachen "angefixt" werden würde. Ständig wird Neues probiert, jemand findet irgendwo etwas interessantes, was man dann auch unbedingt haben muss! Aber nach dem ganzen Stress auf Arbeit einfach toll entspannend und Ablenkung pur.
Juli
Erst habe ich da so komische Geräusche gehört, fast so, als hätte eine
Katze einen lebenden Frosch verschluckt und versucht nun, diesen wieder
hervorzuwürgen. Und als ich nachschauen gehe, ob ich der armen Katze
(oder dem Frosch) vielleicht helfen kann, da sitzen sie, die beiden
Stacheligel.
Habe sie auch nicht weiter gestört und sie haben sich noch eine Weile
vergnügt. Mit etwas Glück habe ich im Herbst vielleicht eine ganze
Stachelfamilie. Schnecken wären genug für alle da.
April Was tut man doch nicht alls für sein Kind: zum Beispiel Autofahren üben. Unser Großer hat letzte Woche mit der Fahrschule begonnen und schließlich hatte ich es ihm versprochen. Ich weiß ja noch genau wie peinlich mir meine erste Fahrstunde war. Alle anderen Teilnehmer hatt vorher schon mit Eltern odern Partnern geübt. Nur ich saß zum allerersten Mal auf der linken Seite im Auto und konnte noch nicht mal Gas, Kupplung und Bremse auseinander halten. Da dürfen es meine Kinder ruhig etwas einfacher haben. Also Sonntags nach dem Frühstück rein ins Auto und hin zum großen Parkplatz beim Einkaufscenter, da ist heute keiner. Daß der Platz anscheinend auch gerne zum Scaten benutzt wird, hatte ich ja nicht wissen können. Die müssen notfalls halt rechtzeitig zur Seite springen. Nun hatte mein Kind vorher die große Klappe von wegen: Kupplung raus und Gas geben, das kann ja nicht so schwer sein! Beim ersten Mal ging gar nichts los. Er hat zwar vorsichtig die Kupplung raus gelassen, etwas Gas gegeben, etwas mehr Gas ..., es rührte sich nichts. Nach kurzem Nachdenken: aha, vielleicht mal die Handbremse lösen! Dann noch mal: Kupplung rauslassen, Gas geben und das Auto rührt sich immer noch nicht vom Fleck. Ich habe ihn erst mal eine Weile schmoren lassen und dann gefragt, welchen Gang er drin hat. Gar keinen? Nun kann es ja endlich los gehen. Nachdem er (mein armes Auto!) etliche Male hat verrecken lassen, konnte er auch mal ein paar Meter fahren. Ganz stolz ist er langsam! um die Laternen gefahren. Und wieder anhalten. Nächster Versuch: ein paar mal Motor abwürgen, ein paar Meter fahren, anhalten, anfahren, usw. Nach etwa einer Stunde klappte es immer besser und so habe ich den Schwierigkeitsgrad mal etwas erhöht: eine kleine Steigung. Erst mal so runter und wieder rauf (oh, bergauf muß man ja Gas geben!) und dann anhalten am Berg, der Alptraum jedes Fahrschülers. Nach fast einer halben Stunde hatten wir die ca. 6m lange Steigung mit kochendem Motor und qualmender Kupplung (mein armes Auto!) auch schon überwunden. Um der Kupplung eine Pause zu gönnen nun noch ein wenig Slalom um die Laternenmasten. Achtung, die Scater möglichst dabei nicht über den Haufen fahren! Paß auf, dort stehen auch Bäume! Ich sah schon die Karosseriewerkstatt winken. Das nächste Mal nehmen wir Papas Auto zum Üben.
08. April Puh! Geschafft. In erster Linie ich. Aber heute war der erste schöne Frühlingstag, an dem ich auch noch Zeit hatte. Zuerst frühstücken, dann in das Gartencenter. Für den Mann einen Leisehäcksler gekauft, für mich (bzw. meinen Garten) jede Menge Rindenmulch, Blumenerde, Pflanzen und einen süßen, kleinen, blauen Terrakotta-Piepmatz mit einem Stab im Hintern, den ich gleich zwischen die Rosen "gepflanzt" habe. Dann zuerst Sträucher und Bäume beschnitten, damit der Mann was zum Häckseln hat, geharkt, die ersten Unkräuter gejätet. Neben dem letztes Jahr gebauten Bachlauf habe ich ein paar bodendeckende Stauden, einen kleinen Strauch und ein paar Calla gepflanzt. Ein paar Kräuter für mein kleines Kräuterbeet hatte ich mir auch mitgebracht. Zum Schluß dann die Blumenkästen mit Stiefmütterchen bepflanzt und manche der Kübelpflanzen an die frische Luft gestellt. Und so ganz nebenbei und zwischendurch Essen gemacht und 4 Trommeln Wäsche gewaschen. Das meiste ist auch gleich draußen an der Sonne trocken geworden. - Ein wirklich wunderschöner, wenn auch anstrengender Tag. Aber es ist ein gutes Gefühl, viel geschafft zu haben. Und wenn ich dann über die Stiefmütterchen hinweg aus dem Fenster in meinen Garten schaue, bin ich zufrieden und glücklich.
März Geburtstag bei Schwiegermama. Unheimlich anstrengend. Einmal die lange Fahrt, dann das viele Herumsitzen, das viele Essen und die ganze Stube voller alter Dorfweiber, die sich darüber unterhalten, wer zuletzt und an welcher Krankheit gestorben ist. Man kann nicht mitreden und langweilt sich zu Tode. Zwischendurch beim Zubereiten des Essen helfen, Tische abräumen, Tische eindecken und schon wieder essen. Wenn man nicht aufpasst, platzt man noch. Ich glaube, ich werde erst mal eine Fastenwoche einlegen.
Februar Heute gab es wieder ganz schön Streß und Ärger auf Arbeit. Der Chef war da...
Januar Tja, die Seifen sind wohl etwas in den Hintergrund geraten. Schuld sind unter anderem die beiden großen Kartons voll Seife auf meinem Dachboden. Und außerdem das Internet. Dort wird zwar wahnsinnig viel geseifelt, aber man wird ganz leicht auch mit anderen Ideen angesteckt, z.Bsp. Cremes, Schampoos und Deos selber machen, Kosmetik, Badesalze und -öle, Lippenpflege ... Daneben kann man noch über Mode, die "lieben" Kinder, interessante Bücher lesen, schreiben, sich austauschen. Kurz: ich sitze stundenlang am PC, lese und tippe. Außerem will meine Homepage immer wieder mal aktualisiert werden und ich schreibe öfter mal Mails. Beispielsweise an meine liebe Tante und meinen Onkel. Hatte zu den beiden etliche Jahre keinen Kontakt, bis meine Mutti mir die Mail-Adresse von einem Besuch mitgebracht hat mit dem Hinweis, dass die beiden viel Zeit am PC verbringen und sich riesig über E-Mails freuen. Und gefreut haben sie sich wirklich, und ich mich auch über die lieben und herzlichen Antworten. Von meiner Cousine bekomme ich öfter mal Quatsch-Mails, lustige Bilder, Texte oder Spielchen. Schreiben tut sie selten was. Und natürlich mein Bruder. Außerdem ehemalige Arbeitskollegen und alte Schulfreunde sowie einige nette Leute, die man in verschiedenen Internet-Foren so kennenlernt.
Dezember Ich stelle meinen Wecker für morgen früh 5.00 Uhr. Morgen habe ich Urlaub und es ist ein unbeschreiblich geiles Gefühl, wenn man dann den Wecker einfach ausmachen, sich umdrehen und weiterschlafen kann, weil man ja nicht aufstehen muss.
ANADYOMENE – die Schaumgeborene Wochen sind ins Land gegangen und Seifen wurden gesiedet. Obwohl „Sieden“ eigentlich nicht der richtige Ausdruck dafür ist, weil gekocht wird die Seife ja nicht. Kaltgerührt passt da besser. Nur die Lauge wird heiß beim Zusammenrühren. Der Rest des Vorgangs erfolgt maximal lauwarm. Aber zurück zum Anfang: die erste Seife war eine Kaffee-Küchen-Seife. Bei der Herstellung hat die ganze Küche nach Vanillekaffee geduftet. Traumhaft! Am nächsten Tag hat die Seife furchtbar gestunken. Ekelhaft! Nach dem Trocknen war sie dann aber geruchlos, allerdings halt auch die Vanille weg. Länger als zwei Wochen konnte ich dann auch nicht warten. Hat mir aber nicht die Finger weggeätzt, sondern wunderbar geschäumt und sogar den penetranten Zwiebelgeruch weggewaschen. Ein paar Wochen später kam ich dann auf die Idee, diese Seife zu „verfeinern“. Also, alles kleingeraspelt, mit etwas Wasser, starkem Kaffee und Sahne in einen Topf und aufs Feuer. Nur wollte das keine flüssige Masse werden Es pampte und klebte, brannte am Topfboden an, immer mehr Kaffee, Sahne und Wasser dazu. Der Schaum wurde immer mehr und es kochte über. Da habe ich den Topf dann auf ein Blech in den Backofen geschoben. Nach etlichen Stunden hatte ich endlich so etwas wie eine zähflüssige Masse. Ab in eine 1-Liter-Eisform und „fest werden" lassen. Aber selbst nach Tagen war das Zeug noch puddingartig, später bildete sich außen eine harte Schicht, innen war es immer noch weich. Habe das Ganze vor kurzem mit anderen Seifenresten und –schnipseln in einem großen Topf mit viel Wasser aufgekocht und ausgesalzen. Die daraus gewonnene sog. Kernseife nehme ich zum Putzen und Wäschewaschen. Auch die Dielen lassen sich prima damit wischen. Neulich habe ich einen zweiten Kaffee-Küchen-Seifen-Versuch unternommen. Das gleiche Rezept, nur ohne Vanille. Die Seife ist prima gelungen. Solche „Einschmelzungen“ werde ich wohl nicht wieder machen. Aber da gibt es inzwischen eine ganze Reihe weiterer Seifen. Eine mit Rosenwasser und 100% Sonnenblumenöl mit Rosenduft, von der meine Tante ganz begeistert war. Oder die Olivenölseife, davon habe ich schon etliche Stücke verschenkt und dusche selbst ganz gern damit. Die Teebaum-Seife finde ich ganz prima. Wenn sich die Kinder öfter mal waschen würden, könnte man auch sehen, ob sie gegen Pickel hilft. Meine neuesten Kreationen wie die Hafer-Honig-Schichtseife, die Rosenblütenseife und die Brennessel-Gurken-Seife habe ich noch nicht getestet – aber bald.
Sommerliche Seifenträume... „... und Seife wirds immer.“ Diese Worte machen Mut zum Ausprobieren und die herrlichen Bilder und Beschreibungen so richtig Lust darauf. Ich habe mich schon wochenlang im Internet durchs Thema gelesen und heute ein (recht teures) Buch übers Seifemachen bestellt. Auch bin ich beim Zusammentragen der benötigten Gerätschaften und jeder Behälter wird auf Seifenformtauglichkeit untersucht, bevor er weggeräumt oder entsorgt wird. Die, wie ich finde, ideale Seifenform hat mein kleiner Schwamm, der zur Flasche mit dem Enthaarungsschaum dazu war. Oval, nicht zu groß oder zu klein, super handlich. Aber eine solche Form habe ich bis jetzt noch nicht gefunden. Vielleicht werde ich einfach den Schwamm abformen; die Seife hätte dann zwar „Poren“, sieht vielleicht aber ganz lustig aus. Ein Thermometer hätte ich auch – falls ich denn eines bräuchte. Aber auch wenn nicht, es ist so ein wunderschönes, altes Instrument und ich suche gern nach einer Gelegenheit, es einzusetzen. An alten Töpfen zum Seifekochen mangelt es auch nicht. Ich wollte ohnehin schon längst mal neue kaufen. Ein 2-Liter-Maß für die Lauge habe ich bei Kaufland gesehen. Recht teuer, na ja. Das einzige, was wirklich noch fehlt und wichtig ist, ist eine grammgenaue Digitalwaage. Habe zwar meinem Mann schon den direkten Hinweis gegeben (bald Geburtstag) ... aber wie ich ihn kenne, hat er das längst schon wieder vergessen. Also, wenn ich die Waage habe, kann es losgehen mit dem Seifesieden. Als erstes mache ich vielleicht für mich eine feine, reine Olivenölseife. So etwas wollte ich schon immer mal haben. Oder für die Kinder eine Peeling-Teebaumölseife gegen die Pubertätspickel. Oder eine rückfettende Duschseife gegen trockene Haut für Mann und Kind. Auch eine Haarseife für Glanz und Volumen fände ich toll. Für meinen Mann eine Shampooseife, die den Haarwuchs anregt – für und gegen alles ist schließlich ein Kraut gewachsen. Rasierseife? Noch kein Rezept gefunden habe ich für „richtige Kernseife“, wie sie meine Oma noch hatte. Gelb, transparent und mit einem Geruch nach ... Kernseife eben. Damit wurden verdreckte, aufgeschlagene Kinderknie ausgewaschen, eingezogene Holzsplitter eingeweicht, Wunden desinfiziert, Flecken aller Art entfernt und mein Opa hat gern damit gebadet und dann so wunderbar nach Kernseife gerochen. Im Internet findet man eine große Gemeinde an Seifensiedern. Irgendwer wird mir da vielleicht weiterhelfen können; ich werde mich mal in einem der vielen guten Foren umhören.Dann bleibt nur noch die Frage, welche Seife ich zuerst siede – und ob ich wirklich die Geduld aufbringe, alles unberührt wochenlang „reifen“ zu lassen.
Drei positive Dinge am Freitag, dem 03. Juni * die ersten Blüten am Rosenbogen sind aufgeblüht, eine davon gleich in einer Vase ans Bett gestellt - die duften so wunderbar! * mit Kollegen W. einen Spass erlaubt, der bei allen super angekommen ist, sogar bei Kollegen W. * mit meiner kleinen Nichte telefoniert und ihr u.a. von unserem Frosch im Gartenteich erzählt PS: die Rose wieder aus dem Schlafzimmer entfernt; bei so viel ähh... "Duft" kann ja kein Mensch schlafen
Drei positve Dinge am Mittwoch, dem 01.Juni * leckeres Mittagessen: Basmatireis mit Putenstreifen, asaiatisch * die überraschte Freude der Kinder über die Toffeefee zum Kindertag (eigentlich sind sie ja fast schon zu groß dafür) * die Erinnerung an den polnische Kunden, der meinte, meine Stimme am Telefon habe so einen besonderes schönen Klang